Lassen Black-Rocker im Merz enteignete Kaffee-Bauern-Familien nach Uganda abschieben? Die Antwort ist kein Aprilscherz: NEIN!, die sind in Uganda geblieben!

Aber nur die, die übrig blieben. Und die bevölkern jetzt die vorläufigen Slum-Endstationen vor den Massengräbern für u.a. EBOLA-, Typus- und Malaria-oder „Bürgerkriegs-Milizen“-Opfer in den rohstoffreichen Grenzgebieten. Übrigens lassen sich Typhus, Ebola-Epidemien und Malaria weitgehend durch Sanitär-Installationen, sauberes Trinkwasser, geschlossene Abwassersysteme usw. nachhaltig bekämpfen, wie das in einigen afrikanischen Ländern schon gelungen ist, die sich den Vorschriften DEUSA-FRUSA-UKUSA-ropäischer Landräuber, Rohstoffdealer (Kupfer, Gold, Seltene Erden, Tantal, Coltan, Platin usw.) widersetzt und nicht nach der Pfeife der USAIDs-Kommandeure getanzt haben. Natürlich geht das nur, wenn die Dörfer und Städte nicht zerstört wurden. (Rwanda soll die am besten ausgerüstete Armee in Afrika haben. „Mit deutschen Waffen Frieden schaffen!“. Wer die ugandische Armee ausrüstet, dürfte die noch amtierende Außenministerin Baerbock sehr gut wissen. Und ihr Kollege Habeck ebenfalls. Olaf Scholz hat sein Gedächtnis im Safe der WARBURG-BANK einschließen lassen und seine WIRE-BANK-CARD mit der Zugangs-PIN vor den Toren seiner Hansestadt verloren.

Dass einige Präsidenten dieser Länder während der WHO is WHO-Corona-Pandemie fast gleichzeitig den plötzlichen Herztod starben, ist natürlich pure Verschwörungstheorie, wie auch die, nach der ein weltgrößter Coffein-Dealer aus der Stadt der anständigen Hamburger Kaufleute für die Vertreibung Hunderter Familien indigener Kaffeebauern in Uganda verantwortlich sein soll. „Ja, ja, immer sollen es die Deutschen gewesen sein!“, hör ich die Berliner Große-Kriegskredit-Koalition von lechts bis rings aufschrei’n: „Niemand klagt die Franzosen, die Briten, die Belgier, die Niederländer, die Portugiesen, die Spanier, die Italiener an, die Dänen, sollte man da auch erwähnen … die waren doch viel mehr als wir und noch viel früher am Völkermorden! Gehen Sie doch Mal in Frankfurt am Main in die Rembrandt-Ausstellung im „Städel“, der Rembrandt hat doch schon im 16. Jahrhundert nur die Reichen beölt und nicht die Leichen und versklavten Überlebenden der überfallenen Völker! Und kommen Sie mir bloß nicht mit den angeblichen „schwarzen Holocausten“! Und wenn, dann waren es die Anderen viel mehr als wir, mit 1 bis 3Millionen Direkt-Toten in Deutsch-Südwest, Deutsch-West und Deutsch-Ost-Afrika bei den Aufstandsbekämpfungen rund um die Jahrhundert-Wende liegen wir weit unter den Völkermord-Zahlen der Belgier, der Franzosen, der Briten, der Portugiesen, der Spanier, der Italiener allein in Afrika.

Vom segensreichen Wirken der Niederländer, der Franzosen, der Briten, der Japaner, der Spanier und der USAmerikaner in Asien und Ozeanien wollen wir erst gar nicht anfangen.

Oder, schaun Sie sich doch Mal die Russen an: wir sagen nur: Alaska. Oder nehmen wir die Krim: die hat Chruschtschow 1956 als Entstalinisierer an die Ukraine verschenkt, ohne die Bewohner zu fragen … Aber nein, Sie bleiben stur dabei, dass wir da verantwortlich seien. Wofür noch Mal? Ach so, für den Hamburger Kaffee-Vertrieb. Ist doch völlig klar, um Kaffee zu vertreiben , muss man eben vertreiben. Die Ugander-innen müssen ja als Binnenflüchtlinge nicht in den Slums, sie sollten besser, wo der Pfeffer & der Kaffee wächst auf den Plantagen bleiben und sich dort produktiv die Zeit vertreiben. So können wir in Hamburg, Bremen usw. auch wieder schwarze Zahlen schreiben ! :-))))) Made in Germany!

Wohl bekomms!

Siehe den FIAN-Uganda-Bericht: (im vollen Wortlaut am Ende)

Teilerfolg nach 24 Jahren: Erstmalig Vertriebene der Kaweri-Plantage in Uganda entschädigt – mit bitterem Beigeschmack – FIAN Deutschland e.V.

bei dem ich hier meine Bauchschmerzen „zu Protokoll gebe“:

Die bisher erstrittene Entschädigung & die noch ausstehenden werden natürlich zur Falle bei einer galoppierende Inflation in Uganda: ist das Land weg, wirst du zum Lohnsklaven. Der „rechtsstaatliche“ Trick der Entschädigung, oder Bezahlung des ursprünglichen Almende-Landes der Indigenen geht nur, wenn sich die Einzelnen in den Katasterämtern als Grundbesitzer registrieren und sich so aus den Stammesverbänden herauskaufen lassen: ein paar schaffen es mit dem Aufstieg zu „Boss-Men“, aber 99% landen im Heer der Landlosen-Armut in den Slums als Billigstreserve für Hungerlohn & Pestizid-Frischluft & Streik-Bruch auf den weißen Plantagen unter dem Kommando afrikanischer „Boss-Men“.

Früher waren die ehrlichen Hamburger Kaufleute auf Deutsch-Ost-Afrika fokussiert: Ein „weißer Pflanzer“ vor seinem Haus in Deutsch-Ostafrika, heißt es bei Wikipedia. Es dürfte schon etwas länger her sein, dass der Herrenreiter Mal selbst etwas gepflanzt hat

Und schon sind wir wieder in den guten alten Zeiten unter Wilhelm dem Zweiten: Tutsi-Sklaventreiber gegen Hutu-Sklaven (aus ein & demselben Volk im Grenzgebiet von Rwanda, Uganda, Kongo, Tanzania, aufgeteilt durch koloniale Grenzziehungen, die Einen wohlgenährt & reich, die Anderen unterernährt & arm, woraus die reichsdeutschen Kolonialisten zwei „Rassen“ machten, & die „Deutsche-Ost-Afrika-Mission“ die armen Hutu dran glauben ließen, wenn sie sich nicht kirchlich zur Arbeit erziehen ließen. Natürlich hat sich dabei keiner der Missionare die Hände beschmutzt: Mann hat die Tutsi als Scharfrichter benutzt!

Und Winston Churchill kabelte damals bei der Niederschlagung der „Maji-Maji-Aufstände“ durch die deutschen Kolonialtruppen in Deutsch-Ost als Kriegsberichterstatter der Krone nach London: „“Wir können von den Deutschen lernen, wie man mit den Eingeborenen umgehen muss!“ Das nahm die Krone wörtlich & machte es bei der Niederschlagung des Mau-Mau-Austandes in Kenia 50 Jahre später ähnlich.

Dass das britische Empire dabei seine berüchtigten indischen Gurkhas einsetzte, machte die indische Oberschicht & ihre afrikanischen Mitläufer in Kenia nicht sonderlich beliebt. Bei Leopold von Sachsen-Gotha, dem belgischen König hätte Churchill noch besser lernen können: der schlachtete gleich über 10 Millionen Eingeborene in seiner Privat-Kolonie „Kongo-Leopoldville“ ab, weil sie sich weigerten, in seinen Kakao- und Kautschuk-Plantagen zu arbeiten.

Kolonialgeschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich EUS-neokolonial in Tanzania, Uganda, Rwanda, Burundi, Kenia


Die MALARIA kann REMA besiegen ohne Spende für Medikamente / REMA kann die MALARIA besiegen mit unseren Spenden

Keine Spende bedeutete das Ende für Mutter und Kind

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und die Hühnerzucht-Kooperative

der alte zu enge Hühnerstall im Slum machte die Küken schon krank

Das ist der neue Aufzucht-Käfig für ein Koop-Mitglied und die kommen in den neuen StallRemas und Nassers Zukunftshoffnung:

Rema liegt zur Zeit wegen Geldmangel nicht mehr im Krankenhaus. Man hat ihr etwas Medizin mit in die Slums gegeben. Die reicht aber nicht für die Weiterbehandlung gegen die Malaria. Und die Krankenhaus-Rechnung ist noch nicht bezahltWenn sie Pech hat und kein Geld für Trinkwasser, kommt noch Typhus dazu. Es wäre nicht das erste Mal.

Bitte spendet, damit Remas und Nassers Zukunft nicht endet!, auf mein Konto bei der VR-Bank Büdingen-Main-Kinzig IBAN: DE66 5066 1639 0001 1400 86 unter dem Kennwort „ReMalaria“.

Rema braucht keine EU-Hühnerbeine

Sie stellt fast ganz alleine eine kleine Hühner-Zucht-Coop auf die eignen Beine im Slum von Kampala kann das nur happy enden mit unsren/euren Spenden

Rema wurde mit 15 Jahren kurz vor dem Beginn ihrer Ausbildung zur Krankenpflegerin am Hanauer Stadt-krankenhaus abgeschoben ohne Geld aber mit der Aufforderung, sich in Uganda /Ruanda ihre Geburtsurkunde zu besorgen & dann noch Mal einen Asylantrag zu stellen oder auf Duldung zu hoffen, wenn sie nachweisen kann, dass sie zu einer rassisch verfolgten Familie gehört. Das Dorf wurde 1998 abgefackelt, ihre Eltern erschossen von  angeblichen Tutsi-Rebellen,  die am Geschäft mit Tantal, Coltan & Seltenen Erden reich werden woll-ten,  … wie auch jetzt schon wieder …

Der Lockdown in Uganda ist nicht nur für Rema & Nasser ein brutaler Knockdown gewesen. Die Hühner-zucht Coop  & Zuflucht aus dem Slum in Gang zu setzen, dafür brauchen Rema & Nasser unsere Unterstützung noch einige Zeit

Natürlich ist die Hühnerzucht  & -mast keine absolut sichere Sache: schon ein Mini-Anstieg der EU-Schlachtabfallexporte (Flügel&-Beine) nach Uganda könnte dem Coop-Projekt den Gar aus machen. 

 Ich sammle deshalb weiter Geld für Medikamente, (auch für die Hühner!) Schulgeld, Miete, Lebens-mittel, Kleidung, Bettzeug . Mehr zu Rema  auf meiner Seite www.barth-engelbart.de  Suchbegriff „Rema“

Spenden bitte auf mein Konto :

 VR-Bank Büdingen-Main-Kinzig: DE66 5066 1639 0001 1400 86 / KENNWORT: Rema

v.i.S.d.P.: Hartmut Barth-Engelbart

Wer die Zeit dazu noch hat, kann sich im Folgenden über Remas Geschichte genauer informieren. ( HaBE selbst wieder beim Nachlesen gemerkt, was ich so alles vergessen und an Daten in letzter Zeit nur aus Erinnerung falsch wiedergegeben hatte.)

2022 geschrieben:

Warum Rema weiter unterstützen?

… Du wurdest also wegen fehlender Geburtsurkunde von der Ausländerbehörde gezwungen, Hanau sofort zu verlassen. Das war 2013. Oder war es schon 2012 direkt nach der 100 Jahrfeier der Gebeschus-Schule, wo Du mit allen 9. Klässlerinnen der Hessen-Homburg-Schule als Bedienung mitgearbeitet hattest?

Rema 2012 als „Bedienung“ beim 100. Geburtstag der Gebeschus-Schule bei einer Verschnaufpause im benachbarten „Lamboy-Park“, wo das Festzelt aufgebaut war

Rema neben Aisha (aus Cote d’Ivoire) leider hinter den Kleinsten versteckt beim letzten großen RESPONSE-Konzert 2006, das der HR übertragen hat. Links vorne Willi aus Odessa, dessen Familie vor dem Rassismus in der Ukraine geflohen waren.

Yes, i left Germany in 2012 and we are in 2022 that’s ten years

Rema musste als 15-Jährige auf Anweisung der Ausländerbehörde in Aschaffenburg auf eigene Kosten zurück nach Uganda, um dort ihre Identität zu klären -Ihr wurde die Duldung entzogen, weil die Großmutter  sie wegen ihrer Weigerung für die mit Arbeitsverbot belegte Oma & ihre Onkels arbeiten zu gehen, als nicht zur Familie gehörig denunziert hatte. Rema wollte sich auf den Schulabschluss und dann die Ausbildung konzentrieren, statt illegal für ihre Onkels Dumpinglohnarbeit zu machen.

Das war Ende 2012 und Rema war kurz vor dem Hauptschulabschluss und dem Beginn einer fest zugesagten Ausbildung zur Krankenpflegerin am Hanauer Stadtkrankenhaus

Its funny how time flies. Nasser is making 6 next year , it’s amazing ☺how far you have brought us. Thank you please keep it up 

If you left Germany in 2012  and Nasser is now nearly 6 years old, Nasser must have been born in the refugee-camp in South-Sudan in 2016/17. So you needed nearly 4 years for the distance between Hanau and South-Sudan. And then the „journey“ from there with your baby to Kampala. How long did it take? 

Yes Hartmut, Nasser was born in south Sudan ,we came back to Kampala 2017 in July just after Nasser made a year that’s when I got the chance of coming back. It was even very risk, cause in 2016, when Nasser was just a month old, war broke out in Juba the capital of south Sudan. It was a very scary experience and I think I may never forget it.

Now we are not so bad, what belongs to health. It’s just that Nasser is down with a flu . Am trying my best to give him juice and a lot of fruits. my stomach is paining me since morning I think they call it a running stomach

Nasser’s not bad….. But today, i think Nasser has given me his flu , I can feel it.

Meine Versuche, in Verhandlungen mit der deutschen Botschaft, dem Außenministerium, der Botschaft Ugandas, dem Goethe-Institut in Kampala, der Lufthansa, Remas Rückreise nach Deutschland zu ermöglichen, scheiterten an den Terminen, die Rema nicht einhalten konnte.

In einem Grenzdorf zu Ruanda die Papiere für eine Vollwaise zu finden, die mit Sicherheit bei den Überfällen der Hutu- oder Tutsi-Milizen verschwunden sind zusammen mit den „Standesbeamten“, dem Bürgermeister usw. die wahrscheinlich ebenso wie Remas Eltern erschossen wurden. Wie soll das gehen?

Rema war 3 oder 4 Jahre alt, als ihr die Eltern aus der Hand geschossen wurden.

Rema ist heute 25 Jahre alt, d.h. 1997 geboren, 2001 mit der Großmutter und den überlebenden Onkels geflohen. Sie kam 2002 in die Gebeschus-Schule und in meinen Grundschul-Kinder-Chor, die „Lamboy-Kids“.

Hier hat sie nach 2 Jahren das Sprechen, das Lachen wieder gelernt, so wie viele meiner kriegstraumatisierten Kinder. Savas, der Sohn einer kurdischen Hirtenfamilie lernte über das Singen, so wie Rasim aus Bosnien nach Monaten nur unter dem Tisch sitzend und Kriegsbilder malend, der die Worte, die Sprache wieder fand –mit Hilfe der Musik und des Kindertheaters. So wie Arta aus Sarajewo fand Rema als anfänglicher Zaungast der Chorstunden über das Singen ihre Sprache, ihr Lachen wieder.

Bis hin zu ihrem Soloauftritt mit zwei Kinderliedern aus Ruanda – beim großen RESPONSE-Abschluss-Konzert in der Musikhochschule in Frankfurt, das vom Hessischen Rundfunk übertragen wurde – zusammen mit Maria und Willi aus Odessa, mit Chiara aus Catania/Sizilien, und den beiden Lead-Sängerinnen aus Cote d’Ivoire, mit Kindern aus Jugoslawien,  aus Bosnien, Roma aus dem Kosowo, Kinder aus Angola, Zaire, Eritrea, Somalia, Kenia, Jemen, aus der Türkei, aus Armenien, Kasachstan, Usbekistan, Russland, Afghanistan, Polen … und selbstverständlich auch aus Hessen.

Es ist natürlich bei der Flucht einer 4-Jährigen schon zu erwarten, dass sie sich schnell noch ihre Papiere besorgt, wenn die Eltern gerade erschossen wurden. Jetzt sollte sie das mit 15 Jahren nachholen.

Für die Bestechung der ugandischen Staatsdiener zur Beschleunigung der Ausstellung der Identitäts-Papiere hatte die dann 20-Jährige Alleinerziehende trotz Spenden nicht ausreichend Geld. Und die Lufthansa weigerte sich nach Ablauf der von der Botschaft gesetzten Frist, Rema mit ihrem Kind nach Deutschland zurückzufliegen, ob mit oder ohne Identitätspapiere. „Es ist uns verboten, Flüchtlinge ohne positiv beendetes Asylverfahren nach Deutschland zu fliegen!“ Diese Auskunft bekam ich von der Lufthansa, nachdem ich das Rückflug-Ticket mit Spendengeldern hätte bezahlen können.

Das Goethe-Institut war für Rema zu teuer, dort wollte sie ihre Deutschkenntnisse auffrischen, um eventuell einen Job als Touristen-Guide zu kriegen.

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Teilerfolg nach 24 Jahren: Erstmalig Vertriebene der Kaweri-Plantage in Uganda entschädigt – mit bitterem Beigeschmack

28.02.2025

Pressemitteilung vom 28. Februar 2025

24 Jahre nach ihrer gewaltsamen Vertreibung zugunsten der Kaweri Coffee Plantation Ltd. im August 2001 haben erstmalig Betroffene eine finanzielle Entschädigung vom ugandischen Staat erhalten. Kaweri Coffee Plantation ist ein Tochterunternehmen der Hamburger Neumann Kaffee Gruppe (NKG). Seit 2002 fordern die Vertriebenen in einem Gerichtsverfahren gegen den ugandischen Staat und Kaweri eine Wiedergutmachung. 2022 haben 258 von ihnen ein Angebot der ugandischen Staatsanwaltschaft auf eine gütliche Einigung angenommen. 54 von ihnen haben nun die vereinbarte Entschädigung erhalten. Die Neumann Kaffee Gruppe hat sich daran finanziell jedoch nicht beteiligt.

Die Menschenrechtsorganisation FIAN unterstützt die Vertriebenen seit 2003. „Diese ersten Entschädigungszahlungen sind ein bitter-süßer Sieg der Betroffenen über das Unrecht, das ihnen widerfahren ist“, drückt FIAN-Referentin Gertrud Falk ihre ambivalente Freude aus. „Dies wurde nur durch beharrliches Durchhaltevermögen und Unterstützung erreicht. Doch noch immer warten 80 Prozent der Vertriebenen auf die juristische und staatliche Anerkennung der schweren Rechtsverletzungen.“ Das noch anhängige Gerichtsverfahren von 143 Kläger*innen wird weiter verschleppt. Zu den letzten drei angesetzten Verhandlungsterminen ist der Richter nicht erschienen.

„Die Bundesregierung muss sich für die umfassende Entschädigung aller Vertriebenen einsetzen, wie es im Kern auch der UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte bereits 2011 angemahnt hat“ insistiert Falk. Dazu gehöre, auch das Mutter-Unternehmen in die Pflicht zu nehmen.

Im August 2001 hatte die ugandische Armee die vier Dörfer Kitemba, Luwunga, Kyriamakobe und Kijjunga im Bezirk Mubende dem Erdboden gleichgemacht, weil die Regierung das Land der Kaweri Coffee Plantation Ltd. für die Anlage einer Kaffeeplantage verpachtet hat. 2002 haben 401 Familien den ugandischen Staat und das Unternehmen auf Wiedergutmachung verklagt. Der Gerichtsprozess wird bis heute verschleppt. „Ohne das Geschäftsinteresse der Neumann Kaffee Gruppe hätte die Vertreibung nicht stattgefunden. Es ist beschämend, dass sie sich nicht an der Entschädigung beteiligt und sich bei den Vertriebenen bis heute nicht entschuldigt hat“, klagt Falk den Kaffeekonzern an.

Protest-Aktion zum 20sten Jahrestag der Vertreibung

2019 hatte das Hohe Gericht Kampala ein Mediationsverfahren angeordnet, in dem die Staatsanwaltschaft 2021 schließlich eine finanzielle Entschädigung angeboten hat. Diese entspricht dem Geldwert des zerstörten Besitzes der Kläger*innen zum Zeitpunkt der Vertreibung, zuzüglich einer Pauschale für Anwaltskosten. 258 Betroffene haben das Angebot angenommen, obwohl es weder Inflationsausgleich, erlittenes Leid noch die Kosten für den Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlagen berücksichtigt. 143 Kläger*innen hatten das Angebot aus diesen Gründen zurückgewiesen. Die Summe der Entschädigungszahlung für die 258 Personen beträgt rund 667.000 € (2.581.608.600 Ugandische Schilling) zuzüglich einer Pauschale von rund 38.000 € (150.000.000 Ugandische Schilling) für ihre Anwälte. Das Hohe Gericht hatte bereits im Februar 2022 die Auszahlung angeordnet.

Kontakt: Gertrud Falk, FIAN Deutschland, Tel. 0151 56 99 62 78, E-Mail: g.falk@fian.de

Detaillierte Informationen zum Fall: www.fian.de/was-wir-machen/fallarbeit/kaweri-uganda/

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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