Micha
Spiele Deine Geige
Dort, wo sie im Himmel hängen
Böse Menschen, dumm und feige
Sagten uns, die gäb es nicht
Doch wir hatten sie gesehen
spät im roten Abendlicht
warteten am frühen Morgen
auf den Geiger, dicht an dicht
lange hab ich nichts gehört
Micha. Mensch, du machst mir Sorgen
Nahm der Druck Dir Deine Saiten?
Hat Dir der Mainstream Deinen Bogen
weggelogen?
Notenblätter, jeden Ton?
Keinen Brief , kein Telefon?
Ja, ich weiß, dass Druck nicht lohnt.

Krami gibt es nicht mehr. In FFM läuft dessen Pseudonym herum. Damals in der WG „Corniceliusstraße“ in Hanau hatte man sich nicht Augen verlieren können und wollen. Micha Buschbeck hatte mich noch bis in die 2000er gefragt, ob ich ihm noch böse sei, weil sein Vater mich zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt hatte auf Grundlage der Aussagen gekaufter Zeugen. Ich naiver Idiot hatte damals nach dem Attentat auf den Generalbundesanwalt Buback den Befehl der KBW-ZK-Oberkommandierenden Hans-Gerhard (Joscha)Schmierer, Horst Löchl und Hans-Jörg Hager ausgeführt, öffentlich per Ansprachen und Wandzeitungen den Hanauer Volksmassen kundzutun, dass der KBW diesem Bundesanwalt keine Träne nachweinen würde, da er genügend Dreck am Stecken hätte. Jedoch sein die Erschießung, der individuelle Terror nicht das Mittel, die Verhältnisse zu ändern. Solche Figuren wüchsen nach, stand in der ZK-Anleitung aus der Frankfurter KBW-Zentrale. Die aus den furchtbar fruchtbaren Schößen & Nestern gefallenen und geflüchteten Großbürgersöhnchen im RRRevolutionsgewand blieben tunlichst in ihrer Panzer-festen Festung hinter Panzerglas, deren Ausbau die braven Parteisoldaten für den Sieg der Arbeiterklasse und der Volksmassen in freiwilligen Nachtschichten nach Feierabend leisten durften. Dort habe ich noch Nacht für Nacht nach Zusammentragen der KVZ das stacheldrahtverhauene Dach der KBW-Zentrale gegen drohende GSG9-Angriffe bewacht.
Ach Micha, was kannst Du für deine Vorvorderen. Doch so wenig wie ich für die Meinen. Und als wir zusammen die Taten der Alten durchgingen, dann fingen wir nicht an zu weinen, nein, wir mussten Kotzen. „Und auch Dich haben sie schon genauso belogen, wie sie es mit uns heute immer noch tun …“ Und heute sind (und waren) die Oberkommandierenden von damals und deren Stellvertreter -wie Kretschmann & Co – wieder Oberkommandierende: im AA von Joschka Fischer, in den Führungsgremien großer (Militär- und Beute-) Logistiker wie DB-Schenker, Kühne & Nagel, Raben-Group oder in der Francfort School of Finance & Management, oder bei/für SAP Thomas Heymann oder bei Springer und Bertelsmann …..
Jetzt bist Du dort angekommen
Wo der andre Micha wohnt
Der war Erster
Lange noch vor meiner Ursel*
Die hoch über Damaskus wohnt
Micha schlug nie
Doch um Längen
Wie Sissyphus beim Steine tragen
In den Krater des Vulkans
Auf dem wir fröhlich weiter tanzen
hat er Dich dann doch geschlagen
Ach, ihr werdet Euch vertragen
Ihr beide bliebt selbst noch im Streit
unzertrennlich stets zu zweit
Ihr habt euch niemals vorgedrängt
Und Dich hat auch kein Kommander
Auch nicht müsli-musikalisch
Jemals in die Knie gezwängt.
Gezwungen
Heißt’s , doch ist auch das
Dem Müsli-Frontmann nie gelungen
Dabei hat der immer doch
So Sirenen-schön gesungen! :-0)))
Warum bist Du jetzt gegangen?,
wo man uns den Blick verengt
Wir hatten doch grad angefangen
Uns Bein und Hals und Arm verrengt
Zur Rettung aus dem Zangengriff
Ach, wer weiß, mir wär es lieber
Einer schriee: „Geh doch rüber!“
Ich nähm das nächste Narrenschiff,

etwas Wasser. Marschverpflegung
etwas Gras gegen Erregung
öffentlichen Ärgernisses.
Grade Gott & Gates zum Hohn
Mitten vor dem Babylon!

Ach, vergiss es!
Halte mir, dass Baal erbarm
Drüben einen Sitzplatz warm
Möglichst nah am Höllenfeuer,
Ach, ich freu mich ungeheuer
Zwei Ursels dort und beide Michas
Unendlich wieder mal zu sehn
Ich bin völlig sicher, das
wird schön.
*Meine Ursel, die URS, ist die Berliner Malerin Ursel Taubert-Behr

Sie ist mit ihren Bildern zur letzten großen Vernissage ins Opernhaus nach Damaskus geflogen und nach der Ausstellung in den Armen der Kinder der Menschen gestorben, denen sie ihr Gesicht und ihre Menschenwürde versuchte mit ihren Bildern wieder zu geben.
